Neue Pauschbeträge für Umzugskosten

Die Höchstbeträge und Pauschbeträge nach dem Bundesumzugskostengesetz (BUKG)

wurden zum 01.03.2018, 01.04.2019 und 01.03.2020 wie folgt angepasst:

 

  1. Der Höchstbetrag, der für die Anerkennung umzugsbedingter Unterrichtskosten für ein Kind nach § 9 (2) BUKG maßgebend ist, beträgt bei Beendigung des Umzugs ab

⋅ 01. März 2018        1.984 €

⋅ 01. April 2019        2.045 €

⋅ 01. März 2020       2.066 €

 

2. Der Pauschbetrag für sonstige Umzugsauslagen nach § 10 (1) BUKG beträgt:

a) Für Verheiratete, Lebenspartner und Gleichgestellte i.S.d. § 10 (2) BUKG bei Beendigung des Umzugs

⋅ ab 1. März 2018 1.573 €

⋅ ab 1. April 2019   1.622 €

⋅ ab 1. März 2020 1.639 €

b) Für Ledige, die die Voraussetzungen des § 10 (2) BUKG nicht erfüllen, bei Beendigung des Umzugs

⋅ ab 1. März 2018 787 €

⋅ ab 1. April 2019   811 €

⋅ ab 1. März 2020 820 €

      Der Pauschbetrag erhöht sich für jede in § 6 (3) Satz 2 und 3 BUKG bezeichnete weitere Person mit

Ausnahme des Ehegatten oder Lebenspartners

⋅ zum 1. März 2018 um 347 €

⋅ zum 1. April 2019 um  357 €

⋅ zum 1. März 2020 um 361 €

BMF-Schreiben vom 21.09.2018 – IV C 5 – S 2353/16/10005

8 EStDV

Grundstücke bzw. Grundstücksteile, die ausschließlich und unmittelbar für eigenbetriebliche Zwecke des Steuerpflichtigen genutzt werden und in dessen Eigentum stehen, gehören grundsätzlich zum notwendigen Betriebsvermögen. Eine Ausnahme ist in § 8 EStDV für Grundstücke von untergeordnetem Wert geregelt.

Die Vorschrift besagt, dass eigenbetrieblich genutzte Grundstücke, deren Wert nicht mehr als ein Fünftel des gemeinen Wertes des Grundstückes und nicht mehr als € 20.500 betragen, nicht aktiviert werden müssen.

Die Prüfung nach § 8 EStDV hat zu jedem Bilanzstichtag erneut zu erfolgen. Sobald die Grenzen überschritten werden, muss der Grundstücksteil nach § 6 Abs. 1 Nr. 5 EStG in das Betriebsvermögen eingelegt werden (BFH 21.07.67, BStBl III 67, 752). Dieser jährlichen Überprüfung wird in der Praxis unzureichend Rechnung getragen.

Im Falle von Umstrukturierungen kann eine unterlassene Einlage zur Versagung von Steuerbegünstigungen führen. Ein Beispiel wäre die Buchwertfortführung nach dem UmwStG. Hier müssen sämtliche notwendige Betriebsgrundlagen mit übertragen werden. Ist dem nicht so, wäre die Folge die Versteuerung sämtlicher stiller Reserven.

Ein weiteres Risiko des § 8 EStDV besteht auch bei einer Betriebsaufgabe/-veräußerung. Sollte das Grundstück doch einlagepflichtig gewesen sein, fehlt es an einer vollständigen Veräußerung nach § 16 EStG und somit an den Voraussetzungen für die Ermäßigungen nach § 34 EStG.

Auch die Themen Betriebsaufspaltung bzw. privates Veräußerungsgeschäft sind unter Umständen von dieser Problematik betroffen.

Wurde also von § 8 EStDV Gebrauch gemacht, muss diese Norm im Blickfeld bleiben.